Ausgeruht und motiviert springe ich in meinen Jeep und beginne meine Erkundungstour. Ich bin auf der Suche nach ausgestorbenen Plätzen (von dem Ken-Avatar einmal abgesehen, erscheint mit secondlife bis jetzt sowieso überall ausgestorben) und will Landmarken setzen.
Es ist Nachts (jedenfalls wenn ich nach vorn schaue, gucke ich aus dem Fenster lacht mich die Sonne an) und mein Jeep, so muss ich feststellen, besitzt kein Licht. Aber Verkehrsvorschriften scheinen hier eh nicht zu gelten. Rückblickend gebe ich also der unheimlichen Dunkelheit die Schuld, dass ich auf das warme Licht der Häuser reingefallen bin und mich drinnen ein wenig mit Helligkeit aufwärmen wollte. Ich vermute einen Musikladen als ich das erste Geschäft betrete, jedenfalls weisen die Kartons auf eingepackte Musikinstrumente. Beim weiteren Betrachten, entdecke ich jedoch Poster von Frauen und Männern an den Wänden. Besonderes Augenmerk wird auf die Bekleidung gelegt. Aha, also ein Bekleidungsgeschäft. Je weiter ich an der Posterwand entlang schreite, je mehr entblößen sich jedoch die Posteravatare und alles sieht nach Lack und Leder aus. Ok, dann eben ein Ledergeschäft für sexy Unterwäsche. Damit kann ich auch noch leben. Al ich mich umdrehe, trifft es mich plötzlich. Folterinstrumente, Waffen, brutal aussehendes Spielzeug, Poster mit gefesselten Menschen, Werbung für mittelalterliche Rollenspiele. Ich habe mich noch nie so schnell rückwärts laufen sehen!
Aus Fehlern lernt man jedoch nicht und so befinde ich mich wenig später in einem zweitem Geschäft. Nur halb so schlimm wie der SM-Shop, aber auch etwas schräg, konnte ich dort einen Thron erwerben. Ich hatte die Auswahl zwischen einem blumigen Thron, einem himmelblauen mit Flügeln, einen Lava-Thron, selbst für die Sklaven waren Sitze angebracht.
Die Orte an denen ich war, hätten eigentlich als ausgestorben markiert werden können, denn jemanden angetroffen habe ich nicht. Diese Geschäfte zeigen jedoch, dass dort einmal Menschen waren und eigentlich finde ich diese Vorstellung noch viel schlimmer. Ich jedenfalls bin froh niemanden im Sex-Folter-Shop gesehen zu haben.

Erkenntnis des Tages: Nicht immer auf die klassischen Lockungen hereinfallen.
Frage des Tages: Ist die virtuelle Welt noch verschrobener als die echte Welt?