Ich bin genervt. Mich nervt die absolute Sinnlosigkeit ins Nichts gebauter Paläste, mich nerven die allgegenwärtigen Plakate für noch sinnlosere Produkte, mich nerven Zugschienen, die nach fünfzig Metern aufhören. Mich nervt sogar mein eigener Avatar, wenn er ungerührt auf dem Meeresboden entlangläuft oder gegen Mauern fliegt. Diese Welt scheint aus Momentlaunen entstanden zu sein, die ebenso schnell wieder vergehen, wie sie gekommen sind. Langfristiger Nutzen? Egal. Das Lohnenswerte eines Unternehmens ist nicht in der Zukunft, sondern nur im Unternehmen selbst begründet. Mir fehlen die Zusammenhänge sehr. Mir fehlt die Logik einer funktionierenden Infrastruktur. Diese Welt ist eine kopflose, haltlose, planlose. Ich stoße auf eine hügelige Wiese, endlos scheint sie zu sein. Ich marschiere und marschiere, finde in der grünen Monotonie ein wenig Frieden. Ich treffe auf “Spin Dizzy”, eine auf Brusthöhe rotierende Kugel. Ich lasse mich von ihrer Zauberkraft in die Luft heben, drehe mich immer schneller um sie herum, sie schleudert mich um meine eigene Achse, ich vollbringe akrobatische Höchstleistungen und fühle mich irgendwie besser. Bis ich rechts von mir diese Palme sehe. Sie ist rot. Wieso? Sofort lasse ich mich auf den Boden fallen und rapple mich mühsam wieder hoch. Die komplette Deplaziertheit der roten Palme macht mich fertig. Fast tut sie mir leid. Ja, mit vielen der traurig sinnentleerten Objekte hier habe ich Mitleid. Sie müssen weiter sein, obwohl der Moment für den sie gemacht wurden nur ein Funken war und längst, längst vergangen ist.