Funktioniert Werbung in Second Life garnicht? Trotz massiver Werbeflächen kauft keiner!

Ausverkauf in Second Life? Trotz hoch aufragender Bemühungen kauft keiner das Land, auf dem dieser Werbeobelisk steht! Da sich manche schon fragen, ob Werbung in Second Life überhaupt irgendeine Wirkung hat, könnte der Werbeobelisk selbst bald historisches Kulturgut sein.

Als ich kürzlich durch das unmässig zwitschernde und plätschernde Second Life kippelte, stolperte ich plötzlich über eine Aufzeichnung. Diese enthielt eine bestürzende Diskussion zwischen besorgten Ureinwohnern. Von entleerten, verwahrlosten Sims und ins Bodenlose gestürzten Grundstückspreisen erzählten sie. Die in Second Life üblichen horrenden Grundstückssteuern machten es sehr unwahrscheinlich, dass hier jemand kaufe. Und tatsächlich, so wurde beklagt, nicht mal die Kaufbots der großen Second-Life-Immobilienfirmen würden mehr zuschlagen.

Rätselhafte Statistiken: Berechneten hier Avatarstatistiker vielleicht den Untergang von Second Life? Und waren dann so über ihren eigenen Ergebnisse erschreckt, dass sie mitsamt der Zuhörern überstürtzt das Weite suchten und deshalb vergasen den Projektor auszuschalten?

Rätselhafte Statistiken: Berechneten hier Avatarwissenschaftler womöglich den Untergang von Second Life? Und waren sie dann so über ihren eigenen Ergebnisse erschreckt, dass sie mitsamt der Zuhörern überstürzt das Weite suchten und deshalb vergasen den Projektor auszuschalten? Nicht anders kann es gewesen sein.

Tief in Gedanken versunken schoss ich ins Forschungslabor. Wertvolle rätselhafte Texturen auswerten? Die tollen kuscheligen Bodenproben untersuchen, mit denen ich neulich heimgekehrt war? Das phantastisch aufgezeichnete Löwengebrüll aufbereiten? Tja, von wegen. Daran war nicht mal zu denken. Weil ich nur noch eines denken konnte: Uns bleibt nicht mehr genügend Zeit!


Muss verlassenes Land eigentlich immer derart flach sein?

Verlassenes Land ist meist ziemlich flach.

Selbst wenn wir mit unserer Präventiv-Demo tatsächlich eine (mögliche) Schließung von Second Life verhindert haben sollten, sind dennoch viele, viele Orte derzeit akut von der Vernichtung bedroht. Einmal von den Grundstücksbesitzern verlassen, dauert es nicht lange, bis Linden Lab die gesamten dort geschaffenen Kulturgüter bis auf die Flechtentexturen abreißt. Zurück bleiben kahle Landstriche. Aber immerhin. Noch schlimmer ergeht es den Inseln. Sie blubbern kommentarlos in das Meer zurück aus dem sie einst emporgestiegen sind, und nichts, aber auch gar nichts, nicht einmal ein Regionsname bleibt von ihnen zurück. Ich selbst kenne viele inzwischen komplett vernichtete Inseln. Wie viele kennt ihr?

Aus diesem Grund zeige ich hier eine kleine beispielhafte Auswahl von Orten und Objekten, die möglicherweise bedroht sein könnten. Ich zeige sie nur aus einem einzigen Grund: Ich habe die Hoffnung, dass wir sie noch retten können. (Zumindest so lange, bis wir sie gründlich erforscht haben.) Helft alle mit! Teleportiert euch in die verlassenen Zonen. Damit die Trafficzahlen dort wieder nach oben schnellen. Damit die Grundstücksbesitzer es nicht übers Herz bringen, ihr Land einfach so aufzugeben. Und dann, lieber Avatare, liebe Accountleichen, lasst uns die Einführung eines Second-Life-Kulturerbes fordern. Wichtige und großartige aber auch kleine unbedeutsame, dafür aber sehr typische Second-Life-Bauten müssen unter Denkmalschutz gestellt werden. Im First Life, so habe ich gehört, ist es undenkbar, dass Gebäude eingerissen werden, nur weil der Erbauer keine Freude mehr an ihnen hat. Ja, im First Life, werden sogar uralte Gebäude, welche durch unglückliche Umstände zerstört wurden, neu und strahlend wiederaufgebaut. Von einer derartigen Verpflichtung gegenüber unserer eigenen Vergangenheit ist hier in Second Life noch kaum etwas zu spüren. Lasst uns jetzt einen ersten Schritt dahin machen. Retten wir unsere historischen Bauwerke vor den Abrissbirnen von Linden Lab und Co. Lasst uns das Second-Life-Kulturerbe einführen. Es ist mehr als überfällig.

Leerstand in der schwedischen Botschaft

Kulturerbe 'Botschaftsgebäude': Beunruhigender Leerstand in der schwedischen Botschaft, die eine der ganz wenigen Botschaften überhaupt in Second Life ist. (Teleport)



Der Avatar-Computer ist dem Avatar, was dem First-Life-Wesen eine Buchattrappe ist.

Kulturerbe 'Avatar-Computer': Er ist dem Avatar, was dem First-Life-Wesen eine Buchattrappe ist. (Teleport)



Läden zu vermieten!

Kulturerbe 'Moderne Mall': Vielerorts akut bedroht! Nicht wenigen Avataren fehlt der Mut, sich mit einer kleinen Boutique selbstständig zu machen.



Laden, in dem man Läden kaufen kann.

Kulturerbe 'Ladenladen': Besonders gefährdet sind leere Läden, die leere Läden verkaufen. (Teleport)



Praktisch: Auch Avatare sollten über die Bedienung von Exel (Version 2007) Bescheid wissen.

Kulturerbe 'Excel-Film': Auch Avatare sollten wissen, womit sich ihre Accounthalter im Jahr 2007 rumzuplagen hatten. (Nachtrag: Für die Microsoft Insel besteht inzwischen wohl keine Hoffnung mehr. Wahrscheinlich war die Forschungsleiterin einer der letzten Augenzeugen, die den Excel-Film vor wenigen Wochen noch genießen durfte.)



Hochhäuser haben es besonders schwer, Mieter zu finden.

Kulturerbe 'Hochhaus': Sehr schwer zu vermieten, noch schwerer vielleicht nur: Gefängniszellen. (Teleport)



Wichtige Bücher könnten vor ihrer Entschlüsselung vernichtet werden

Kulturerbe 'Buch': Ganz Bibliotheken müssten dringend digitalisiert werden. (Teleport)



Die Vergnügungssucht von Avataren wurde vielfach überschätzt.

Kulturerbe 'Fahrgeschäft': Die Vergnügungssucht von Avataren wurde vielfach überschätzt. Die Forschungsleiterin ist der einzige Fahrgast und das wahrscheinlich seit langem.



Gemütlichkeit am Ende der Welt

Kulturerbe: 'Ende-Schild': Um viele Ende-Schilder hat sich eine Art Gemütlichkeitszentrum gebildet.



Die Forschung geht weiter! Schickt uns bedrohte Orte mit Bild und Slurls.

Die Forschung geht weiter! Schickt uns bedrohte Orte, die dringend in das Second-Life-Kulturerbe aufgenommen werden sollten. Bitte mit Bild und Slurl - an muji at accountleichenbewegung.de. Wir veröffentlichen sie hier auf unserer Forschungsseite. Damit wir sie retten können.