Schwebende Lebensmittel - Sind sie wirklich so harmlos wie sie aussehen?

Schwebende Lebensmittel - Sind sie wirklich so harmlos wie sie aussehen?



Dieser aufwendig gearbeitete Muffin gehört zur Gruppe der „Schwebenden Lebensmittel” (SLM), die vielerorts in Second Life zu finden sind. Frühere Forscher nahmen an, die SLMs seien zunächst ganz normale, immerfrische Lebensmittel gewesen, wie sie auch heute noch auf vielen Tischen und Tellern in Second Life rumliegen. Erst schlampige oder stark kurzsichtige Löschkommandos, die Tische, Teller und den ganzen Kram vernichten sollten, habe aus einzelnen dieser Lebensmittel durch einfaches Übersehen schwebende Lebensmittel gemacht. Inzwischen ist diese simple Theorie aber wiederlegt. SLMs können nämlich von heute auf morgen irgendwo rumschweben, ohne dass dort je ein Tisch oder Teller sich befunden hätte. Jetzt versucht die Forschung erstmal zu klären, wozu eigentlich überhaupt Lebensmittel Second Life dienen, denn zum Essen ja wohl nicht.

Die verwegenste These verfolgt eine Gruppe um die Forscherin Accountleiche Genira: Lebensmittel in Second Life seien zahnärztliche Überwachungsdrohnen, die folgendermaßen funktionierten: Beim Anblick des leckeren Muffins reißt das ausgehungerte, in Second Life eingeloggte First-Life-Wesen zuhause vor dem Bildschirm unwillkürlich den Mund auf. Die in seinen Rechner integrierte Webcam schießt dann unauffällig vom Mundinnern ein Photo und schickt dieses direkt an den Hauszahnarzt weiter. Wenige Tage später erhält das First-Life-Wesen von diesem einen Brief, es stünde mal wieder eine Kontrolluntersuchung an.